Klimawandel in Afrika

 Der vom Menschen verursachte Globale Erwärmung ist in Afrika und überall sonst auf der Welt bereits Realität geworden. Nach Angaben des Weltklimarats gehört Afrika zu den Kontinenten, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. Diese Anfälligkeit wird durch eine Reihe von Faktoren bestimmt. Darunter befinden sich geringe Anpassungsfähigkeit, starke Abhängigkeit von Ökosystemgütern für den Lebensunterhalt und rückständige landwirtschaftliche Produktionssysteme. Die Risiken des Klimawandels für landwirtschaftliche Erträge, Absicherung von Nahrungsmittel- und Wasserversorgung sowie die Ökosystemleistungen werden wahrscheinlich zunehmend schwerwiegende Folgen für das Leben und nachhaltige Entwicklungschancen in Afrika mit sich bringen. Zur Risikobewältigung bedarf es Strategien zur Schadensbegrenzung und Anpassungsstrategien im Bereich der Verwaltung von Ökosystemgütern und - dienstleistungen sowie der landwirtschaftlichen Produktionssysteme in Afrika.
In den kommenden Jahrzehnten wird eine Erwärmung durch den Klimawandel auf fast der gesamten Erdoberfläche erwartet, und der globale Niederschlag soll zunehmen. In den Tropen wird erwartet, dass die regionalen Effekte auf den Niederschlag sich räumlich wesentlich unterscheiden werden, und dass darüber hinaus die Veränderungen mit einer geringeren Sicherheit zu erwarten sind. In Übereinstimmung damit haben die beobachteten Oberflächentemperaturen in Afrika seit dem späten 19. bis zum frühen 21. Jahrhundert im Allgemeinen um etwa 1 °C zugenommen, lokal jedoch um bis zu 3 °C für die Mindesttemperatur in der Sahelzone am Ende der Trockenzeit. Die beobachteten Niederschlags-Trends weisen wie erwartet auf räumliche und zeitliche Diskrepanzen hin. Die beobachteten Veränderungen von Temperatur und Niederschlagvariieren regional.
Bei den Anpassungsbemühungen machen die Akteure auf regionaler Ebene einige Fortschritte. Dies umfasst die Entwicklung und Annahme mehrerer regionaler Strategien zur Anpassung an den Klimawandel, z.b SADC Policy Paper Climate Change und die Anpassungsstrategie für den Wassersektor. Darüber hinaus wurden weitere Anstrengungen zur Verbesserung der Anpassung an den Klimawandel unternommen, beispielsweise das Tripatit-Programm zur Anpassung und Eindämmung des Klimawandels im östlichen und südlichen Afrika (COMESA-EAC-SADC).
Als supranationale Organisation von 55 Mitgliedstaaten hat dieAfrikanische Union in einem Berichtsentwurf von 2014 47 Ziele und entsprechende Maßnahmen zur Bekämpfung und Eindämmung des Klimawandels auf dem Kontinent vorgeschlagen. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hat auch die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union erklärt, um den Klimawandel gemäß den Ziele für nachhaltige Entwicklung zu bekämpfen.

 

 


 

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